Blog 2023

31.05.23

 

â€žđ•đžđ«đŹđœđĄđžđ§đ€đ­đžđŹâ€œ đ•đžđ«đ€đšđźđŸđžđ§

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Kostenloser Workshop, kostenloser Kurs, kostenlose AnlÀsse, kostenloser Event, kostenlose Proben, kostenlose Coaching GesprÀche, kostenlose Betreuung, kostenlose Telefonate, kostenlose E-Mails, kostenlose Webinare. 

 

GĂŒnstig, Billig und am liebsten ganz kostenlos. So möchte die heutige Gesellschaft persönliche Dienstleistungen konsumieren und dementsprechend spriessen solche Angebote aus dem Boden wie Pilze. 

 

Du bereitest Dich oft tagelang oder manchmal Jahre vor, Deine Angebote den Menschen nahezubringen. Du hast dafĂŒr viel Lebenszeit investiert mit seriösen Ausbildungen, Weiterbildungen und Kursen. FĂŒr Dich war es nicht gĂŒnstig oder kostenlos. Deine Bildung hat viel Geld gekostet und das war es Dir allemal wert. Du warst es Dir wert, Dich zu bilden. 

 

Du hast in dieser Vorbereitungsphase auf vieles verzichtet. Du hast es freiwillig und gern getan, da Du ĂŒberzeugt warst, das es sich lohnen wird. Du hast Dich darauf gefreut, das Erlernte und Deine FĂ€higkeiten an interessierte Menschen weitergeben zu können. Du bist aus dem Beruf ausgetreten um Dir Deine Berufung zu erfĂŒllen. 

 

Du hast davon getrĂ€umt, Dein Lebenstraum aktiv wahr werden zu lassen. Du hast Dich darauf gefreut Frei und UnabhĂ€ngig zu sein. All die vielen Erfahrungen die Du durchschritten hast, machten plötzlich Sinn. Du spĂŒrst Dankbarkeit, dass Du Deinen Weg weiter gegangen bist mit Berg-und Talfahrt. 

 

An jenem Tag als Du in die Öffentlichkeit getreten bist mit Deinem Angebot, klopfte Dein Herz vor lauter Freude ganz laut. Du wurdest sichtbar und Du warst bereit, freundlich, offen, hilfsbereit und ergĂ€nzend den interessierten Menschen entgegen zu treten. Du warst gut vorbereitet und enthusiastisch, dass Dein Angebot Nutzen bringen wird. 

 

In all der Zeit davor, haben Dir Menschen versichert, wie wertvoll Deine Investition in Deine Vorbereitungszeit sei. Wie wertvoll Dein Angebot sein wird,  fĂŒr andere Menschen und das es dringend gebraucht werden wĂŒrde. Das gab Dir noch mehr Ansporn und Sinn, weiter zu investieren mit allem was Du dafĂŒr aufbringen konntest. 

 

Und jetzt? Sitzt Du da. Dein Herz ruft: Hier bin ich. Hier ist mein Angebot. Ich freue mich so sehr, euch weiterzugeben was ich lernen durfte. Lasst uns begegnen. 

 

Doch keiner kommt. Auch nicht jene, welche Dir ins Ohr geschwĂ€rmt haben. Es interessiert niemand, wieviel Du investiert hast um an diesen Punkt zu gelangen. Keiner fragt Dich danach. Du spĂŒrst teilweise sogar Neid, Missgunst, Steine welche Dir in Weg gelegt werden oder einfach pures Misstrauen, dass aus den GefĂŒhlen anderer Menschen wĂ€chst und sich wie eine giftige Wolke ĂŒber Dein Angebot ausbreitet. 

 

Es trifft Dich. Oh ja! Auch wenn Du es nicht zugibst. Es enttĂ€uscht Dich, auch wenn Du es hinter Wut versteckst. Es ist Dir rĂ€tselhaft warum niemand erkennt, wieviel Du dafĂŒr gegeben hast und wie sehr Du mit Herzblut fĂŒr Dein Angebot brennst. 

 

Du zermarterst Dir das Hirn was die GrĂŒnde dafĂŒr sein könnten und was Du dafĂŒr tun kannst um sichtbar zu bleiben. Gedanken rasen durch Deinen Kopf: Bist Du gut genug? Sind andere besser? Hast Du genug getan, Dich gut genug vorbereitet? Bietet Dein Angebot wirklich das was Menschen möchten? 

 

Irgendwann siehst Du all die kostenlosen Angebote von anderen Anbieter und bekommst immer mehr das GefĂŒhl: Das ist ok. Kostenlose Angebote sind  ok. Alle tun das. Ich sollte auch etwas von meinem Erlernten an die  Menschen verschenken. Ich bin egoistisch Geld dafĂŒr zu verlangen. Es ist ok, wenn ich spendabel bin. Alle machen das so


..Schliesslich muss ich ja mein Angebot irgendwie an die Menschen bringen. Wenn sie erst mal davon gekostet haben, werden sie sicher ĂŒberzeugt sein und mein Angebot auch gegen Bezahlung nutzen. 

 

STOPP! 

 

Ist das ehrlich? Bist Du gerade ehrlich mit Dir selbst? War so Deine ursprĂŒngliche Intention fĂŒr Dein  Angebot? Folgst Du noch Deinem Herzen? Sieht so Freiheit und UnabhĂ€ngigkeit aus, welche Du Dir erfĂŒllen wolltest? Möchtest Du wirklich SO wahrgenommen werden von potenziell interessierten Menschen? ZĂ€hlt fĂŒr Dich noch die QualitĂ€t Deines Angebotes? Ist all das was Du investiert hast es wert, kostenlos zu verschenken unter so einem unehrlichen  Deckmantel? Bist Du es Dir auf diese Weise wert? Ist Deine Lebenszeit wirklich kostenlos? Ist Dein angebotenes „Geschenk“ wirklich ohne Erwartung, so wie es sein sollte? 

 

Hast Du mich vergessen? Weisst Du nicht mehr, das ich das wertvollste bin was Du besitzt? Wo bleibt Deine liebevolle Achtsamkeit mir gegenĂŒber? Ich habe Dich auf Deinem ganzen Weg bis zum heutigen Tag kraftvoll unterstĂŒtzt. Und jetzt verkaufst Du mich kostenlos an Menschen welche nicht bereit sind, das wertvollste in sich selbst und in Dir zu erkennen? 

 

Ich schrumpfe zunehmend und es schmerzt mich. FĂŒhle in Dich. Das habe ich nicht verdient. DU bist wertvoll.

 

Deine Energie

 

 

Text: Natascha Hagen

Bild: Pixabay

 

29.05.23

 

Nicht gewollt zu sein. Nicht erwĂŒnscht zu sein. Nicht existieren zu dĂŒrfen. Nicht geliebt zu werden. Nicht mit-teilen zu dĂŒrfen. Nicht verstanden zu werden. Nicht gehört zu werden. Nicht gespĂŒrt zu werden. Nicht gesehen zu werden. Nicht gewĂ€hlt zu werden. Nicht respektiert zu werden. Nicht akzeptiert zu werden. Nicht interessant zu sein. Nicht beteiligt zu werden. 

 

Das alles löst ein einziges schmerzliches Grund-GefĂŒhl aus: NICHT ZU GENÜGEN! 

 

Mit diesem Nicht-GenĂŒgen gestaltest Du Deine Beziehungsebene. Privat und beruflich. Aber vor allem die Beziehungsebene mit Dir selbst! 

 

Jeder Gedanke den Du mit Deinem Nicht-GenĂŒgend-Sein fĂ€rbst, ist ein schmerzlicher Eigenhieb. Du drĂŒckst Dir damit schonungslos selbst in die Wunde welche bereits zwischen frĂŒhster Kindheit und Jugend in Dir entstanden ist. 

 

Jede Handlung welche aus Deinem Nicht-Genug-Sein entspringt, fĂŒtterst Du Deinen Antreiber. Er dehnt sich in Dir aus, steuert Deine Entscheidungen und wie Du mit anderen Menschen interagierst. 

 

Und egal was Du tust oder auch nicht, Du fragst Dich dauernd: Warum wird es nicht besser? Warum bin ich einfach nicht Gut-Genug?!

 

Vielleicht hast Du bereits Menschen in Deinem Leben welche Dir sagen: Du bist gut genug. So wie Du bist. Doch Du glaubst es nicht. Weil Du einfach nicht selbst an Dich glauben kannst. Dir fehlt das Vertrauen. Du hast Dich durch Deinen Schmerz irgendwann selbst getrennt von Anteilen in Dir. Du dachtest, es wĂŒrde Dir dann weniger weh tun. 

 

Aber das tut es nicht. Es hat Dir keinen Frieden gebracht und Worte dringen nicht zu Deinen verlorenen Anteilen durch. Es sind Deine Mauern die Du gebaut hast. Um Dich zu schĂŒtzen. Aber
.hat es Dich wirklich geschĂŒtzt? Hat es Dich nicht eher getrennt? 

 

Du weisst es. Doch die Angst ist so gross, einen Blick ĂŒber diese Mauern zu werfen. Schon alleine der Gedanke daran, katapultiert Dich in einen Strudel schmerzlicher Vergangenheits Erfahrungen. Du schwimmst einfach weiter. Weg von allem was weh tun könnte. 

 

Die Wahrheit ist: Jede Flucht, bringt Dich dem wovor Du flĂŒchtest nĂ€her. Du rennst im Kreis! Und Du verlierst dieses Rennen. Selbst dann, wenn Du denkst, Du hast es gewonnen. 

 

Woher ich das weiss? Weil Du immer noch denkst, fĂŒhlst und handelst, als ob Du nicht genĂŒgst. 

 

Du wirst nicht auf mich hören, wenn ich Dir einfach sage: Du bist gut genug. Genau so wie Du bist. 

 

Gut so. Das wĂ€re nĂ€mlich zu einfach und nicht effektiv , da die Selbstwirksamkeit fehlt. Du bist gut genug, Dich selbst auf den Weg zu machen. Um Dir zu begegnen. Dich zu finden. Alles aufzulösen, was Dir solchen Schmerz bereitet. Ich kann nicht fĂŒr Dich voran gehen. Du bist gut genug, das selbst zu tun. 

 

Ich warte sehnlichst auf Dich. 

 

Deine Selbstliebe

 

Text: Natascha Hagen

 

Bild: Pixabay

12.05.23

đ‘đšđ„đ„đžđ§ 𝐱𝐩 𝐋𝐞𝐛𝐞𝐧

Wir leben alle verschiedene Rollen im Leben. Im einen Moment bist Du Tochter, im anderen selbst Mutter, wĂ€hrend ein paar Stunden des Tages bist Du Arbeitnehmerin oder Arbeitgeberin und am Ende des Tages verbringst Du Deine Freizeit als Partnerin / Ehefrau oder Singel. NatĂŒrlich dasselbe als Mann.

 

Genau genommen, sind wir einfach Mensch und erleben in allen Rollen unsere GefĂŒhle, haben unsere Gedanken, lassen unsere Erfahrungen einfliessen, haben unsere PrĂ€gungen, unser Menschenbild, unsere Werte /Normen / Grenzen und unsere Charakterlichen Eigenschaften. Und doch, leben wir verschiedene Rollen.

Wir tun das nicht, weil wir etwa Un-Authentisch sind. Wir tun das, weil wir jeden Tag in verschiedenen Systemen eingebunden sind und jedes davon eigene, Erwartungen, Verantwortungen und Arbeitsfelder mit sich trĂ€gt. NatĂŒrlich lassen wir unser Menschsein immer mit einfliessen, dennoch haben wir unsere AuftrĂ€ge welche erfĂŒllt werden wollen. Sei es weil wir dafĂŒr engagiert sind, bezahlt werden oder weil es in unserer Verantwortung liegt eine bestimmte Rolle zu ĂŒbernehmen.

 

Es mag oft schwierig oder gar belastend sein, verschiedene Rollen im Alltag einzunehmen. Wir verwenden dafĂŒr ganz schön viel eigene Energie. Manchmal erkennen wir auch irgendwann auf unserem Lebensweg, dass gewisse Rollen nicht passend sind oder keinen Sinn ergeben. Das es eher aufgesetzte Masken sind als bewusste Rollen. Also suchen wir uns solange neue Felder und damit neue Rollen aus. Bis wir uns so zurecht finden und wohl fĂŒhlen, dass es sich friedlich und stimmig anfĂŒhlt.

 

Das alles ist oft anstrengend und Energiezerrend, aber es macht Sinn. Durch geklÀrte Rollen sortieren und strukturieren wir unsere Bereiche im Lebensalltag. Es gibt uns Klarheit wo wir den Fokus setzen und was unsere Ziele sind. In zwei Worten zusammengefasst bedeutet es: Energiemanagement und Entwicklung.

 

Rollen sind nĂŒtzlich und helfen uns gezielt zu handeln. Gerade im beruflichen Kontext, ist das Rollen-Bewusstsein und damit das Wissen um die Verantwortlichkeit, massgebend fĂŒr unser Handeln. Handeln wir ungezielt, ĂŒbernehmen wir die Verantwortung fĂŒr viele Arbeitsfelder, fĂŒr viele TĂ€tigkeiten welche bewusst auf mehrere Menschen aufgeteilt wurden. Wir handeln damit nicht nur ungezielt sondern powern auch zunehmend aus. Wir können unmöglich unsere besten FĂ€higkeiten leben, wenn wir gleichzeitig die Rollen von mehreren Menschen ĂŒbernehmen. Rollenaufteilung heisst: ErgĂ€nzung und somit auch QualitĂ€t und sinnvoll gelebtes Energiemanagement.

 

Im privaten Kontext der ĂŒberwiegend auf der emotionalen Ebene stattfindet, hilft Rollenbewusstsein, die eigenen BedĂŒrfnisse zu leben, sinnvolle Grenzen zu setzen und sich seine Visionen zu erfĂŒllen. Was sicherlich nicht einfach ist, wenn wir verschiedene Rollen im Familiensystem leben. Nicht umsonst, ist das oft ein Brennherd.

 

Je mehr wir unsere Rollen erkennen, klĂ€ren und zu leben vermögen, desto leichter fĂŒhlen sich unsere Rollen an. Desto leichter fĂ€llt uns das sortieren und strukturieren. Und umso leichter und mit Freude, vermögen wir unsere wichtigste Rolle zu leben: Unser Menschsein.

 

𝐀𝐍𝐌𝐄𝐑𝐊𝐔𝐍𝐆:

Eigenes Beispiel aus meinem Arbeitskontext. So entstanden ĂŒbrigens die 2 ergĂ€nzenden Bereiche in der ZEITBLUME: ZEITBLÜMCHEN und Mobile ZEITBLUME. Obwohl ich mich in jedem dieser Bereiche als Mensch einbringe, so sind die Arbeitsfelder, Erwartungen, FĂ€higkeiten, ArbeitsauftrĂ€ge und Verantwortungen verschieden. Mit der sortierten Struktur in 3 Bereiche aufgeteilt, sind sowohl das Rollenbewusstsein, die damit verbundenen Ziele und Handlungen authentisch und sinnvoll geklĂ€rt.

 

Text: Natascha Hagen 

Bild: Pixabay

02.05.23

GutmĂŒtigkeit?

Ich bekomme oft zu hören: ich sei ZU GutmĂŒtig. Wie kann man Bitteschön ZU-GutmĂŒtig sein. Entweder hat man ein freundliches Wesen oder nicht. Ich weiss natĂŒrlich was mir damit gesagt werden möchte: das ich mehr Grenzen setzen sollte. Mir ist das bewusst. Aber ich nehme da auch bewusst die Gegenseite wahr: die Menschen, welche gerne nehmen aber nicht geben. Oder gar GutmĂŒtigkeit ausnutzen. Es gibt leider mehr nehmende Menschen als Gebende. Fragt sich jetzt, wer hat die Verantwortung zu handeln? Sollen sich Geber mehr abgrenzen oder die Nehmer mehr Anstand lernen? Vermutlich ist das dieselbe Frage wie, war das Huhn oder das Ei zuerst da!

 

Meine GutmĂŒtigkeit gehört zu meinem Wesen und es hat sogar triftige GrĂŒnde, warum ich gerne Gebe. Man darf mich aber nicht unterschĂ€tzen. Ich bin deswegen weder dumm, schwach oder naiv. Und ich nehme sehr wohl wahr, mit welcher Intension mich Menschen brauchen oder eben missbrauchen. Nur weil ich nicht immer etwas dazu sage, heisst das nicht, dass ich es nicht sehr wohl registriere.

 

Meine Wahrnehmung ist stark ausgeprĂ€gt. Ich bin aber reif genug nicht die Verantwortung zu ĂŒbernehmen, wenn sich jemand schlecht benimmt. Ich treffe aber fĂŒr mich die Entscheidung, wie ich den Kontakt in Zukunft weiter gestalte. Ob und wie ich mich abgrenze.

WĂŒrde ich jedes mal Energie rein stecken jemanden zu ermahnen, sich nicht so dreist zu verhalten, wĂ€re ich ziemlich k.o. davon. Ich will Erwachsene Menschen nicht „erziehen“ . Ausserdem empfinde ich es als unreif, wenn jemand sagt: selber Schuld, grenz dich halt mehr ab. Da schiebt der dreiste Mensch, seine Verantwortung fĂŒr sein Fehlverhalten ganz schön bequem ab und gibt sich damit auch noch einen Freibrief, sich weiter GrenzĂŒberschreitend zu verhalten.

 

Wie ĂŒberall wo zwei Menschen beteiligt sind, hat jeder davon seine eigene Verantwortung. Warum es aber so oft in dem Bereich zum Eklat kommt, ist eben weil keine der beiden Parteien ihre Verantwortungen selbst ĂŒbernimmt. Sie wird solange hin und hergeschoben bis es nur noch auf der emotionalen Ebene hĂ€ngenbleibt.

 

Wenn man in die EnttĂ€uschung schlittert, sich „ausgenutzt“ zu fĂŒhlen, dann ist es hilfreich sich selbst STOPP zu sagen . BEVOR das Gedankenkarusell sich anfĂ€ngt zu drehen! Am besten setzt man sich sich irgendwo hin wo es ruhig ist. Man atmet bewusst, bis sich der Körper entspannt, das Herzklopfen sich beruhigt und der Kopf wieder klar denken kann. Im zweiten Schritt kann man sich fragen: Was war der Auslöser fĂŒr den Streit? Was war meine erste Reaktion? Was war mein GefĂŒhl dabei und was mein Denken? Warum triggert mich dieses Thema? Und was ist mir wichtig zu erreichen in dieser Situation?

 

Mit dieser Fokussierung, kehrt die eigene Wahrnehmung und das eigene Körperempfinden zurĂŒck. Es ist wichtig sich seiner eigenen BedĂŒrfnisse klar zu werden. Es ist eine Form der Abgrenzung und zugleich eine StĂ€rkung , zurĂŒck zur Bodenhaftung. Je mehr es geĂŒbt wird, desto mehr gelingt es den eigenen Bereich und den Bereich des GegenĂŒbers wahrzunehmen und eine gesunde Abgrenzung zu wahren.

 

GutmĂŒtigkeit ist keine SchwĂ€che. Es ist ein erfreulicher Wesenszug. Nur wenn es zur eigenen Belastung wird , dann ist es sinnvoll sich zu fragen: Ist es wirklich GutmĂŒtigkeit oder steckt ein ganz anderes GefĂŒhl oder BedĂŒrfnis dahinter.

 

Text: Natascha Hagen

Bild: Pixabay

01.04.23

đ“đžđąđ„ 𝟏: 𝐑𝐚𝐼𝐩 𝐞𝐱𝐧𝐧𝐞𝐡𝐩𝐞𝐧

FRAU MÄUSCHEN STEHT IN DER ZWEITEN REIHE

Heute war ein schwieriger Tag fĂŒr Frau MĂ€uschen. Die Kinder in der Spielgruppe waren hibbelig und sie versuchte mit Spielen die Kinder zu beschĂ€ftigen. Trotz allem gelang es ihr nicht ganz, von allen Kindern die erwĂŒnschte Aufmerksamkeit zu erhalten. Die Kinder rannten wild durchs Zimmer und nur die HĂ€lfte nahm Notiz von ihr.

 

Eine Arbeitskollegin bemerkte die Situation. Sie nahm spontan ein Tamburin in die Hand und rief die Kinder zu einem Bewegungsspiel zusammen. Alle Kinder, selbst die Kleinsten machten begeistert mit.

 

Frau MĂ€uschen war einerseits fasziniert und anderseits fingen ihre Gedanken an zu rattern: Warum war ihr das nicht gelungen? Sie wusste, dass sie dieselbe FĂ€higkeit dazu hatte. Also an was hat es gelegen?

 

Sie beobachtete eine Weile das Spiel und plötzlich fiel ihr die Antwort wie Schuppen von den Augen: Die Arbeitskollegin war zu 100% prÀsent!

Mit ihrer ganzen Körpersprache, ihrer verbalen Sprache, sie begleitete die Kinder mit dem Instrument, lief mit ihnen mit, gab durch direktes Ansprechen zu erkennen, wenn sie ein Kind wahrnahm das begeistert mitmachte. Sie band mit ihrer PrÀsenz die ganze Gruppe in das Spiel mit ein. Sie hat selbstbewusst ihren Raum eingenommen und damit den Kindern gezeigt, dass sie Leitplanken setzen kann in einem turbulenten Moment. Sie lud damit die Kinder ein, ihren eigenen Raum mit ihr zusammen mitzugestalten.

 

Frau MÀuschen war nun klar, das sie das eben Zuwenig getan hatte. Schnell folgte in ihrem Kopf, der entschuldigende Gedanke: Ja aber, ich hatte mich eben nicht getraut meinen Raum einzunehmen. Weil ich dachte, die Kinder kennen mich noch nicht lange genug. Warum sollten sie also auf mich hören.

 

An diesem Tag ging sie nach Hause und eine Frage lies sie nicht mehr los: Warum habe ich immer wieder MĂŒhe meinen Raum einzunehmen und PrĂ€senz zu zeigen?

Je mehr sie darĂŒber nachdachte, desto mehr Situationen aus ihrem Leben fielen ihr dazu ein. Und sie begriff, dass sie so gut wie immer, in der zweiten Reihe oder noch weiter hinten an stand, wenn es galt ihre PrĂ€senz zu zeigen.

 

Frau MĂ€uschen fand heraus, dass der Ursprung in ihrer Kindheit lag. FrĂŒher waren tatsĂ€chlich viele Gefahren fĂŒr sie vorhanden. Es war zu ihrem Schutz nötig, dass sie sich möglichst durchsichtig machte. Ausserdem wurde sie in einer Zeit erzogen, in der ZurĂŒckhaltung von Kindern gefordert wurde.

 

Aber heute
? Heute waren es nur noch die manifestierten GlaubenssÀtze, welche sie hinderten ihren Raum einzunehmen:

  • Ich kann nicht weil!
  • Ich darf nicht weil!
  • Das können andere besser!
  • Ich bin nicht gut genug!
  • Weil ich das erlebt habe, kann ich nicht!
  • Ich bin nicht ansehnlich genug!
  • Es ist ok wenn ich nur die HĂ€lfte abbekomme!
  • Die anderen nehmen mich eh nicht wahr!

Und so weiter!

 

Und so, wurde der innere und Àussere Raum von Frau MÀuschen immer enger und kleiner.

Dabei lauerten fĂŒr Frau MĂ€uschen keine „echten“ Gefahren mehr! Nur ihr Kopf kreierte weiterhin eine Menge GrĂŒnde, warum sie sich nicht in ihrer ganzen PrĂ€senz zeigen könne. Nicht ihren Raum einnehmen sollte. Sie sich nicht ausdehnen durfte. Sich sich nicht zeigen sollte. Das sie weder innerlich und Äusserlich das tun durfte, was sie gut konnte und mochte.

Diese Erkenntnis musste Frau MĂ€uschen erst mal sacken lassen.

 

Text: Natascha Hagen

Bild: Pixabay

01.04.23

đ“đžđąđ„ 𝟐. 𝐑𝐚𝐼𝐩 𝐞𝐱𝐧𝐧𝐞𝐡𝐩𝐞𝐧

ERKENNST DU DICH IN FRAU MÄUSCHEN ?

Die Geschichte von Frau MĂ€uschen ist ein Beispiel dafĂŒr. Das nicht primĂ€r gewichtet, wieviel Bildung, SpiritualitĂ€t oder Entwicklung Du auf allen Ebenen durchlebst. Wenn Du Dich , im eigenen Raum nicht ausdehnst, wohl fĂŒhlst und Deine PrĂ€senz zeigst, dann sind da einfach noch hindernde GlaubenssĂ€tze vorhanden, welche Du nicht aufgelöst hast.

Viel Theorie kann eben das gelebte GefĂŒhl nicht ersetzen und ist nicht zielfĂŒhrend.

Aber woher kommt denn ĂŒberhaupt diese Hemmschwelle?

 

Seit Kindheit an hast Du gelernt:

  • Sei leise.
  • Sei brav.
  • Sei angepasst.
  • Sei grosszĂŒgig.
  • Passe Dich in der Gemeinschaft an.
  • Sei lieb wenn Du gemocht werden willst.
  • Stell Dich nicht in Vordergrund, das ist unhöflich, ĂŒberlasse anderen den Vortritt.
  • Stell Dich nicht in Mittelpunkt.
  • Falle nicht auf und vor allem nicht aus der Reihe.

Vielleicht hast Du auch noch ganz andere Erwartungen erfĂŒllt, welche Dich daran hinderten, zu wachsen.

 

All diese Erwartungen und Vorgaben an Dich signalisierten:

Stecke Deine BedĂŒrfnisse und FĂ€higkeiten zurĂŒck. Falle nicht auf und dehne Dich nicht aus.

 

Du wurdest damit zu AnstÀndigkeit und Freundlichkeit erzogen. Angepasst solltest Du sein. Und wenn Du es so gelebt hast, wurdest Du auch so wahrgenommen.

Nur was hat Dir das im spĂ€teren Leben gebracht? Du hast Dich vermutlich fortan automatisch in die zweite oder dritte Reihe gestellt, wenn es galt Platz einzunehmen. Vielleicht warst Du sogar oft das Schlusslicht? Am Anfang hat Dir das wenig ausgemacht, da es ja fĂŒr Dich normal schien. Vielleicht warst Du sogar etwas erleichtert, da Du damit weniger Verantwortungen ĂŒbernehmen musstest?

Bis Du gemerkt hast, dass immer wieder Menschen an Dir vorbeiziehen um DEINEN Platz einzunehmen.

 

Zum Beispiel am Arbeitsplatz. Da ist jener Kollege, welcher sich Dein Projekt angeeignet hat. Obwohl Du, die ganze Idee entwickelt und die Vorarbeit geleistet hast. Er steht nun da, prĂ€sentiert das Ganze und sammelt die Lorbeeren dafĂŒr ein. Und Du? Sitzt da und Ă€rgerst Dich still.

 

Oder im Privatleben. Da ist diese Kollegin welche dauernd bestimmt, was ihr in der Freizeit unternehmt zusammen. Du gibst jeweils still nach, obwohl Du selbst ganz andere und tolle Ideen hÀttest. Oder Du kommst schlichtweg Zuwenig an mit Deinen Argumenten?

 

Im Familienleben, erledigst Du alleine gewisse Aufgaben. Obwohl Du weisst, dass sie aufgeteilt werden könnten. Du meidest das GesprÀch, da Du denkst, es sei halt Deine Pflicht oder Du eine Diskussion scheust. Weil Du denkst, Du wirst sowieso nicht ernst genommen in Deinem Anliegen?

 

Das sind alles Beispiele aus dem Alltag, die zeigen, dass Du Deinen Raum nicht einnimmst. Deine BedĂŒrfnisse nimmst Du vielleicht wahr, aber Du zeigst keine PrĂ€senz. Weil Du gelernt hast, anderen den Vortritt zu lassen.

 

Vermutlich spĂŒrst Du es bereits in Dir? Schlimmstenfalls machst Du Dir sogar selbst VorwĂŒrfe deswegen. Doch das zieht Dich nur weiter in die Spirale hinein. Du wirst noch enger dabei und am Ende verlierst Du die Hoffnung und resignierst.

So vielen Menschen ergeht es wie Dir. Selbst jenen, welche dachten, sie wĂ€ren ĂŒber diesen Berg bereits darĂŒber geklettert. Diese GefĂŒhle sind ganz normal und nicht schlecht. Sie signalisieren Dir, dass Du bereit bist, Dich mit Deinen Raum zu verbinden.

 

 

Text: Natascha Hagen

Bild: Pixabay

01.04.23

đ“đžđąđ„ 𝟑. 𝐑𝐚𝐼𝐩 𝐞𝐱𝐧𝐧𝐞𝐡𝐩𝐞𝐧

FRAU MÄUSCHEN TRAUT SICH PRÄSENT ZU SEIN

Deinen Raum einzunehmen hat nichts mit Dominanz, Extrovertiert, Narzissmus oder Egoismus zu tun. Lass Dir das bloss nicht einreden von Menschen, welche nicht ertragen, dass Du zu Dir findest. Wenn Du in Dir stimmig bist, kannst Du sogar lautlos PrÀsenz zeigen.

Du kennst das. Es sind jene Menschen welche eine ganz spezielle Ausstrahlung haben. Du siehst sie oder/und spĂŒrst es sofort. Sie strahlen eine selbstsichere und liebevolle Ruhe aus. Als wĂ€ren sie ganz eins mit sich selbst. Und genau das sind sie auch. Sie dehnen sich in ihrem eigenen Raum aus und strahlen diese PrĂ€senz aus. Ohne dabei ihre GegenĂŒber zu drĂŒcken oder in deren Raum einzudringen. Sie wahren ihren eigenen Raum so, wie sie Deinen Raum respektieren. Sie empfinden nicht das Verlangen sich ĂŒber ihr GegenĂŒber zu erheben oder in Konkurrenz zu treten. Sie wissen, dass sie ihren eigenen Lernweg haben und haben sich dafĂŒr Platz in ihrem Raum eingerichtet.

 

Das hat gar nichts mit „perfekt sein“ zu tun. Weder Ă€usserlich noch innerlich. Bildung und Entwicklung sind dabei Nebensache. Auch das Du vielleicht gerade einen grossen Berg Probleme in Deinem Leben hast. Es zĂ€hlt einzig und allein, dass Du Dir selbst so viel Wert bist, Deinen Platz einzunehmen. In Dir selbst und auch im Aussen. Diese PrĂ€senz verbindet Dich und alles, was Du damit anziehen willst.

 

Also, wenn etwas bei Dir gerade nicht funktioniert. Dann machs wie Frau MĂ€uschen aus der Geschichte: Frag Dich freundlich aber bestimmt: „Was hindert mich daran, meinen Raum/Platz einzunehmen?“ Deine eigene Antwort wird Dir zeigen, welche GlaubenssĂ€tze Dich noch daran hindern. Somit hast Du einen Wegweiser, was Du dafĂŒr tun kannst um in Deinen Raum hineinzufinden.

 

NatĂŒrlich ist es keine Lösung nun wie ein MĂ€hdrescher sĂ€mtliche Menschen nieder zu mĂ€hen indem Du ĂŒberall und alles an Dich reisst. So ist Raum einnehmen nicht gemeint und nicht wahrhaft gelebt.

 

Deinen Raum nimmst Du ein, indem Du zuerst Deine eigenen BedĂŒrfnisse, FĂ€higkeiten, Kompetenzen, WĂŒnsche und Visionen erkennst. Konfrontiere sie mit Deinen GlaubenssĂ€tzen bis Du Dich mit Dir selbst verbindest und mit Dir einig und wohl bist.

 

Du spĂŒrst es ganz genau, wenn Du an diesen Punkt kommst. Alles in Dir dehnt sich aus, wird leichter. Deine Gedanken sind prĂ€zise und klar. Deine WirbelsĂ€ule richtet sich auf, tatsĂ€chlich stehst Du mit geradem RĂŒckgrat da. Dein Körper fĂŒhlt sich krĂ€ftig und stabil an. Dein Atem fliesst leicht und Dein Herz klopft im ruhigen Rhytmus. Du spĂŒrst Dich frei in Deiner Energie und sicher in Deinem Vorhaben. Es kehrt Leichtigkeit und ein friedvolles GefĂŒhl in Dir ein. Du bist ganz in Deiner PrĂ€senz, im Hier und Jetzt angelangt.

 

Das ist der Moment, wo Du Deinen Raum eingenommen hast. Und damit kannst Du auch nach Aussen treten und Deine PrĂ€senz zeigen. Du wirkst dabei entspannt, selbstsicher motivierend und einladend auf Deine GegenĂŒber.

Vielleicht stellst Du Dir das wie eine Reise vor. Durch Etappen und Erfahrungen, findest Du Dein Ziel. Und am Ende wirst Du bemerken: Der Weg war das eigentliche Ziel.

Genau wie diese Geschichte, in welcher Frau MĂ€uschen sich traute, ihren Raum in 3 Teilen einzunehmen.

 

 

Text: Natascha Hagen

Bild: Pixabay

27.03.23

Stark sein

„Du wirst nie wissen wie stark Du bist, bis stark sein Deine einzige Option ist welche Du noch hast. “

 

Das klingt im ersten Moment brutal und das kann es auch tatsĂ€chlich sein. Wir alle wĂŒnschen uns Leichtigkeit, Liebe und Erfolg im Leben. Die Wahrheit ist, es gibt aber fĂŒr (fast) alle Menschen, Zeiten/Momente in ihrem Leben, wo sie einfach stark sein mĂŒssen.

Stark sein, um los zu lassen.

 

  • Stark sein, um den Verlust eines geliebten Menschen auszuhalten.
  • Stark sein, weiter seinen Weg zu gehen obwohl man so oft gescheitert ist.
  • Stark sein, weil es das einzige GefĂŒhl ist, dass man empfinden kann in gewissen Lebensphasen.
  • Stark sein, weil niemand anders da ist, der fĂŒr einen stark ist.
  • Stark sein, weil untergehen keine Option ist.
  • Stark sein, weil einem manchmal einfach nichts anderes ĂŒbrig bleibt und die Kraft fĂŒr eine andere Motivation oder andere Menschen, gerade nicht vorhanden ist.

Es kann ein Schlag ins Gesicht sein, wenn Du Menschen in dieser extremen Phase vorpredigst, dass alles gut wird und sie nur positiv denken mĂŒssen. Das GefĂŒhl von stark sein ist sehr oft mit Verzweiflung verbunden. Ähnlich wie ein Überlebenskampf. Die wenigsten Menschen sind in dieser Phase empfĂ€nglich fĂŒr gut gemeinte Worte. Eher suchen sie nach VerstĂ€ndnis und jemand der mit ihnen das GefĂŒhl „stark sein zu mĂŒssen“ aushĂ€lt bis sie Kraft finden, wieder andere Emotionen zu empfinden. Das kann eine echte Entlastung sein fĂŒr gewisse Momente, aber auch eine Geduldsprobe. Es bedingt EinfĂŒhlungsvermögen und Regulation. Aushalten können ohne ein VerstĂ€rker zu sein und ohne sich selbst in der Tiefe zu verlieren.

 

Das VerstĂ€ndnis und das respektieren, kann weitere TĂŒren öffnen, hin zum Vertrauen. Und nur im Vertrauen sind Entwicklungsschritte möglich, eigene und gemeinsame. Und manchmal, bleibt diese TĂŒre aber auch verschlossen und dann heisst es, selbst stark sein zu mĂŒssen um auszuhalten, dass es Menschen gibt welche sich fĂŒr den einsamen Weg des „stark seins“ entscheiden. Manchmal sogar ein Leben lang.

 

Die Zeilen sind fĂŒr alle Menschen welche gerade stark sein „mĂŒssen“ und jene, welche mittragen. Ich habe das GefĂŒhl, das sind gerade sehr viele .

 

 

Text: Natascha Hagen

Bild: Netzfund (Danke)

22.03.23

𝐎𝐡𝐧𝐩𝐚𝐜𝐡𝐭

Du kennst das GefĂŒhl. Es zerreisst Dich innerlich. Als wĂŒrde sich der Schmerz Deines Körpers ĂŒber Deinen Verstand stĂŒlpen. Du wĂŒrdest wahrlich, am liebsten aus Deiner Haut schlĂŒpfen und Deine Gedanken zum schweigen bringen. Du fĂŒhlst Dich ausgeliefert. Es zwingt den stĂ€rksten Menschen bisweilen in die Knie und Verzweiflung.

 

Ohnmacht. đ—ąđ—”đ—»đ—Č-đ— đ—źđ—°đ—”đ˜! Du denkst in gewissen Situationen, machtlos zu sein. In eigenen Belangen oder als Zuschauer im Geschehen anderer Menschen. Und jetzt lies den Abschnitt nochmal. Da steht: Du denkst. Genau. Durch unser denken, fĂŒttern wir unsere Ohnmacht. Und diese ist Ă€usserst hungrig und wir grosszĂŒgig im unterhalten.

 

Du bist mĂ€chtig genug um Deine Ohnmacht zu regulieren. Du bist mĂ€chtig genug um aus diesem Glaubensmuster auszusteigen. Du bist mĂ€chtig genug, Deine Entscheidung zu treffen und damit Deine Selbstwirksamkeit zurĂŒck zu erlangen.

 

Wenn Du gerade keine Kraft hast, diesen Schritt zu tun. Dann suche Dir ein GegenĂŒber, welches Dich so respektvoll unterstĂŒtzt, dass Du selbst zur Motivation findest, dahin zu gelangen. Damit bist Du bereits einen grossen Schritt aus der Ohnmacht herausgetreten.

Du besitzt enorme KrĂ€fte, nutze sie und erlebe, dass Deine Ohnmacht keine wahre Macht ĂŒber Dich hat.

 

 

Text: Natascha Hagen

Bild: Pixabay

16.03.23

Vorstellungskraft

Ob klein im Sinne von jungem Alter oder klein im Sinne von nicht viel besitzen. UnterschĂ€tze nie, die Grösse und Reichweite der Vorstellungskraft eines Menschen. DafĂŒr braucht es keinerlei Besitz und auch nicht zwingend Bildung. Das Alter spielt auch nur untergeordnet eine Rolle. Und auch nicht, was du bisher erfahren hast oder wie du damit umgegangen bist. Wer die Vorstellungsgabe besitzt, kann tatsĂ€chlich ein ganzes Universum in Gedanken erschaffen und gestalten. Und jetzt stell dir mal vor, diesem Universum in der Wirklichkeit Gestalt zu verleihen. Deine WĂŒnsche, Impulse, und Inspirationen könnten in ErfĂŒllung gehen, wenn du dich dafĂŒr öffnest, es zuzulassen. Was fĂŒr ein geniales und starkes GefĂŒhl.

 

Text: Natascha Hagen

Bild: Netzfund (Danke)

05.03.23

Rat-SchlÀge

Ich glaube, dass ist sogar immer so. Rat-SchlĂ€ge, fĂŒhlen sich fĂŒr die meisten Menschen eben wie „SchlĂ€ge“ im Herzen an. Es weckt GefĂŒhle von Unterordnung und UnfĂ€higkeit. Das hat mit dem eigenen Grundmuster zu tun: ich genĂŒge nicht. Diesen Antreiber schleppen sehr viele Menschen, oft ein Leben lang mit sich herum (wenn sie diesen Knoten nicht aktiv lösen).

Ich selbst kann RatschlĂ€ge nicht ausstehen. Nicht weil ich es besser weiss, ich möchte einfach selbst meine Erfahrungen machen. Aber ich liebe es inspiriert zu werden mit Ideen und Möglichkeiten, zu erleben was mich zum nachdenken und fĂŒhlen bringt. Andere Sichtweisen zu erfahren. Das kann durch Jeden und Alles geschehen. Unaufdringlich aber daraus schöpfen dĂŒrfen, ist fĂŒr mich gut annehmbar. Das ist meinem Empfinden nach, eine respektvolle und wertschĂ€tzende Art von Begegnung.

Und ja, wir denken doch oft wir benötigen JETZT SOFORT HILFE, dabei sind es doch meist eher die BedĂŒrfnisse welche sich danach sehnen: das jemand zuhört, ein Herz das versteht und Arme die einen halten in solch Momenten. Das gibt so viel Kraft und Antrieb, dass man danach meist selbst, seine Herausforderung meistern kann. Ohne Ratschlag.

 

Text: Natascha Hagen

Bild: FB/Liebevolle Gedanken

29.01.23

Emotionale BedĂŒrfnisse

Ich mache mir in der letzten Zeit viele Gedanken darĂŒber, was ich alles erfahren und gelernt habe in den GesprĂ€chen mit anderen Menschen. Dabei habe ich entdeckt, dass es im Emotionalen Bereich, gar nicht so viele Unterschiede gibt zwischen Privaten und Beruflichen GesprĂ€chen.

 

In den 30 Jahren meines Berufes habe ich so viele GesprÀche begleitet und noch mehr in meinem Privatleben erlebt. Dabei konnte ich so viel erfahren und mich dabei auch selbst reflektieren.

 

Was mir am prĂ€gendsten auffĂ€llt in allen GesprĂ€chen sind diese 10 Emotionalen BedĂŒrfnisse (mich selbst eingeschlossen). Beinahe in jedem GesprĂ€ch kommen diese (teilweise oder vollstĂ€ndig) zum Vorschein:

  • Wir möchten, dass man uns zuhört.
  • Wir wollen keine Lösung prĂ€sentiert bekommen. Wir möchten uns durch GesprĂ€che sortieren und stĂ€rken dĂŒrfen.
  • Wir sehnen uns danach jemanden in unserem Leben zu haben, der uns einfach so liebt wie wir sind.
  • Wir möchten das GefĂŒhl spĂŒren, gebraucht zu werden und gut genug zu sein.
  • Wenn wir uns schwach fĂŒhlen, sehnen wir uns danach, an eine starke Schulter anlehnen zu dĂŒrfen.
  • Wir möchten verstanden werden. Auch mal ohne Worte.
  • Wir haben das BedĂŒrfnis mehr Leichtigkeit in unser Leben zu bringen.
  • Wir haben unerfĂŒllte WĂŒnsche und Visionen.
  • Wir möchten Ehrlichkeit erfahren und Vertrauen spĂŒren.
  • Wir haben das BedĂŒrfnis uns selbst verwirklichen zu dĂŒrfen und etwas von Bedeutung zu erschaffen.

Wie mit diesen BedĂŒrfnissen umgegangen wird ist jedoch total verschieden. Und es gelingt nicht allen, diese Emotionalen BedĂŒrfnisse tatsĂ€chlich zu erfĂŒllen oder gar auszusprechen. Ich erlebe sogar oft, dass wir uns nicht mal bewusst sind, diese BedĂŒrfnisse zu haben.

Einige davon erlauben wir uns nicht mal selbst zu erfĂŒllen. Dabei können wir uns das alles eben nur selbst erfĂŒllen. Es ist nicht die Aufgabe und Verantwortung von anderen. Da wir aber genau das erwarten, lĂ€sst so viele von uns Emotional „verhungert“ und vermeintlich „unverstanden“ oder „verletzt“ durch die Welt wandern. Ich spĂŒre diese Welle aktuell in der Gesellschaft ganz stark.

 

Eigentlich doch ziemlich schade. Wenn man bedenkt, wie ergĂ€nzend und verstĂ€ndnisvoll wir uns begegnen könnten. Da wir doch offensichtlich alle dieselben emotionalen BedĂŒrfnisse haben.

 

 

Text: Natascha Hagen

Bild: Pixabay

22.01.23

Aktives Zuhören

Durch aktives Zuhören erfĂ€hrt man nicht nur viel vom GegenĂŒber , sondern auch ĂŒber sich selbst. Leider fallen in der Gesellschaft meist mehr die Menschen auf, welche „hörbar“ sind. Dabei sind es die Zuhörer, welche ihnen erst diese Sicht - oder Hörbarkeit ermöglichen.

 

Bis in meine spĂ€te Jugend sprach ich wenig. Ich hörte dafĂŒr sehr gerne zu und erfuhr somit viel ĂŒber die Menschen welchen ich begegnete. Durch die vielen Reisen welche ich seit Anbeginn meines Lebens aufgetragen bekam, lernte ich sehr viele Menschen kennen und eine bunte Vielfalt von MitteilungsbedĂŒrfnissen. Es waren nicht nur meine Ohren die zuhörten, ich spĂŒrte vor allem das, was nicht ausgesprochen wurde. Und diese Botschaften, waren noch viel interessanter als das, was hörbar war.

 

Irgendwann war ich gefĂŒllt mit so vielen Geschichten, dass ich begann sie zu erzĂ€hlen. Es lag mir am Herzen, Menschen an der Vielfallt teilhaben zu lassen. Ich begann erst alles aufzuschreiben und viele Jahre spĂ€ter, veröffentlichte ich diese Geschichten.

Es kam die Zeit wo auch ich hörbar werden musste, damit ich meinen Platz in der Gesellschaft festigen konnte. So dachte ich jedenfalls damals. Es fiel mir zuerst sehr schwer, ich war unsicher ob man mir zuhören mochte. Mit der Zeit fiel es mir einfacher hörbar zu sein. Jedoch wurde mir klar, dass Worte ganz oft einfach Worte sind und oft keine Intention zur Tat bedeuten.

 

Bis heute, geniesse ich diese reichhaltige Stille, wenn ich meine Sprache lautlos auf Papier festhalten kann. Es ist meine Art der Sprache, mit der ich mich wohlfĂŒhle.

 

Wenn Du zu den Menschen gehörst, die vermehrt zuhören als hörbar sind. Dann lass Dir nicht einreden, dass Du laut sein musst, damit Du wahrgenommen wirst. Auch wenn es scheint, dass Du manchmal ĂŒbergangen wirst, wenn Du Deine Gedanken nicht laut Ă€usserst. Worte sind noch keine Taten und Taten sind wahrhaftiger als Worte. Dazu sind sie auch der stillen Sprache mĂ€chtig. NĂ€mlich der Herzsprache oder auch Empathie genannt.

 

Suche Dir nahestehende Menschen, die Dich nicht nur hören sondern auch spĂŒren können. Ihnen kannst Du Deine Geschichten erzĂ€hlen, nicht nur durch Worte. Und sei Dir gewiss, Deine ganz eigene Gabe des Zuhörens ist wertvoll. Du hilfst Menschen dabei sich zu öffnen, um Sicht - und Hörbar zu werden. Alles hat seinen Ausgleich und geht in ErgĂ€nzung. Das macht somit jeden einzelnen Menschen so wertvoll.

 

Du bist wertvoll.

 

 

Text: Natascha Hagen

Bild: Netzfund bei NDRkultur (Danke)

15.01.23

SchutzhĂŒlle & Raum

Wir alle haben eine HĂŒlle die uns umgibt. Alle Wesen haben das, ob Mensch oder Tier. Mit dem Auge ist sie nicht zu erkennen. Jedenfalls fĂŒr die meisten Menschen nicht. FĂŒr einige Menschen ist sie jedoch spĂŒrbar.

 

Diese unsichtbare Wolke, HĂŒlle - es ist schwierig ihr einen Namen zu geben ,ist nichts ÜbernatĂŒrliches. Es ist unsere Ur-eigene Energie die uns im Leben begleitet. Viele Menschen leben selbstverstĂ€ndlich damit, ohne sich Gedanken darĂŒber zu machen. Dabei ist diese Energie immer und ĂŒberall prĂ€sent. In jedem Denken, Handeln und Begegnen. Wir nehmen sie meist in der Handlung war oder in unseren GefĂŒhlen. Fast immer erst dann, wenn bereits eine Interaktion stattgefunden hat.

 

Wie oft dringen wir ohne zu fragen durch die SchutzhĂŒlle eines Menschen oder in die eines Tieres ein? Meiner Erfahrung nach: fast immer! Getrieben vom eigenen Anspruch, Helfen wollen, es besser wissen wollen, unterstĂŒtzen wollen, Macht ausĂŒben wollen, Missbrauchen, Belehren wollen, Coachen wollen, Geliebt werden wollen, Lieben zu wollen, Teilen wollen, Egoistisch sein, Überheblich sein, Frust abschieben, DemĂŒtigen, nicht aushalten können, beschĂŒtzen wollen, nicht alleine sein wollen und seinem Ärger Luft machen wollen.

Ich will! Ich brauche! Ich weiss es besser! Ich bin enttĂ€uscht! Das ist die Energie welche wir ausströmen und mit der wir in andere eindringen in solchen Momenten. Und das ist spĂŒrbar fĂŒr das GegenĂŒber. Es ist spĂŒrbar, indem diese Energie eindringt, durch die SchutzhĂŒlle des GegenĂŒbers.

 

Es gibt Möglichkeiten sich vor solchen Übertragungen zu schĂŒtzen. Viele Menschen vermögen sich aber nicht zu schĂŒtzen. Sie haben es nie gelernt. TatsĂ€chlich sind viele Menschen gerade deswegen traumatisiert, weil sie im Laufe ihres Lebens und bereits schon in der Kindheit solche eindringlichen GrenzĂŒberschreitungen erlebt haben.

Je bedĂŒrftiger und unsicherer wir sind, desto dĂŒnner ist unsere SchutzhĂŒlle. Daher liegt es in unserer Selbstverantwortung, sich unserer BedĂŒrfnisse klar zu sein und auch der Intention dahinter.

 

Unser persönlicher Raum ist heilig. In diesem Raum wĂ€chst und gedeiht unsere eigene Essenz. Bevor wir anderen Menschen begegnen wollen, ist es unumgĂ€nglich uns zuerst selbst, im eigenen Raum zu begegnen. Je wahrhafter wir diese Begegnung zulassen und gestalten, desto krĂ€ftiger wird unsere SchutzhĂŒlle. Nicht im Sinne von: ich muss mich schĂŒtzen! Sondern, ich darf und kann entscheiden wie weit ich mich ausdehnen will um in Begegnung zu gehen und wo ich es nicht zulassen möchte.

 

Nur darum geht es. Den Respekt und die Geduld zu haben, dass sich das GegenĂŒber öffnet und ausdehnt. Ein Eindringen ist nie erforderlich und sinnhaft. Es ist immer eine GrenzĂŒberschreitung.

 

Einerseits hat das alles mit Vertrauen zu tun, aber vor allem mit ganz viel GespĂŒr - EMPATHIE. Und Empathie ist nicht nur das eigene Empfinden fĂŒr sich selbst, sondern auch zu spĂŒren wo der persönliche Raum des GegenĂŒbers anfĂ€ngt. Bei allen Wesen.

Ein Gedankenanstoss - das „Wollen“ und „Brauchen“ meist zu Eindringen fĂŒhrt.

Durch Fragen und Empathie können wir wunderbare TĂŒren öffnen. Und somit auch den persönlichen Raum des GegenĂŒbers respektieren. Wenn wir dazu noch Vertrauen können und gleichzeitig aushalten, dass das GegenĂŒber nicht automatisch auch schon im Vertrauen ist, - dann ist das die höchste Form von WertschĂ€tzung welche wir schenken können.

 

Text: Natascha Hagen

Bild: Pixabay

01.01.23

Gelassen statt Gehetzt

Seit zwei Jahren zaubert mir dieser Spruch jeden Tag ein LĂ€cheln ins Gesicht. Er klebt neben meiner Kaffeemaschine. Ich trinke nur 1 Kaffee am Tag, meist Koffeinfrei. NĂ€mlich gleich Morgens als erstes nach dem Aufstehen.

 

Der Spruch erinnert mich immer daran, den Tag gelassen zu starten. Deshalb setze ich mich dazu auch gemĂŒtlich hin und ĂŒberdenke den Tagesablauf in Ruhe. FrĂŒher war das anders. Kaum aufgestanden hetzte ich durch den Morgen. Unterwegs gab es einen Fertigkaffee und ein Brötchen, welche ich in Eile und im Gehen hinunterschlang. Meist kam ich schon ausgepowert am Arbeitsplatz an, durch die ganze Hetzerei.

 

Gehetze bereits am Morgen rĂ€cht sich mit Energieverlust und nicht selten zieht es sich durch den ganzen Tag. Etwas frĂŒher aufstehen und mit Gelassenheit in den Tag zu starten, kann hingegen wunderbar die KrĂ€fte und gute Laune mobilisieren. GrundsĂ€tzlich gilt das fĂŒr den ganzen Tag.

 

An Achtsamkeit sparen bedeutet, nicht in seine volle Kraft zu gehen. Gesparte Minuten um möglichst viel erledigen zu können, sind in Wirklichkeit kein Gewinn, sondern ein Verlust in unserer Schöpfungskraft. Die Energie fliesst in das Quantum und nicht in die QualitÀt zu welcher wir alle fÀhig sind.

 

In diesem Sinne, wĂŒnsche ich uns allen fĂŒrs das Jahr 2023, dass wir mit Gelassenheit in jeder Hinsicht, in Begegnung gehen.

 

Text und Bild: Natascha Hagen